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Lauter Termine, ein Meeting nach dem anderen und keine Zeit für Entspannung. Wer kennt das nicht? Ich habe für mich jetzt eine ganz neue Art der Erholung entdeckt – den Esel!

„Wir machen heute den Eselführerschein“ bekam ich an einem Sonntag im Herbst zu hören. „Bitte was?“, dachte ich mir und schon ging es los. Vor dem Restaurant „Big Mountain“ in Winterberg wartete eine kleine Herde Langohren auf ihren Einsatz. Vor der Wanderung bekamen wir zunächst eine Einführung in Eselkunde: Was macht den Esel aus, wozu die langen Ohren und warum verbringt der Esel eigentlich bis zu 18 Stunden am Tag mit fressen?

Jeder Esel wurde einzeln mit seinen Charaktereigenschaften vorgestellt – es kam mir vor wie ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Der junge Wilde, der Mitläufer, der Ängstliche oder die Grand Dame – alles war vertreten. Wir durften uns dann einen Esel aussuchen und gründlich putzen. Caroline war die Älteste im Bunde und wurde beschrieben mit den Worten „also entweder mag sie einen oder nicht. Sie zeigt das aber direkt in den ersten Sekunden“. Dann biss sie mir erstmal in den Schuh. „Na, das kann ja was geben.“

Schließlich zogen wir samt Eseln los in die Wälder des Rothaargebirges. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten auf den ersten Metern freundeten wir uns dann doch noch an. Es war aber nicht ich derjenige, der Caroline an sich gewöhnen musste – es war genau umgekehrt. Die totale Entschleunigung. Was macht sie? Wo schaut sie hin? Welche Zeichen gibt sie mir? Ich merkte, wie ich total zur Ruhe kam und all mein „Führungsgeschick“ einsetzen musste. Es war eine herrliche Wanderung durch die Wälder und wir ernteten natürlich jede Menge Blicke der anderen Spaziergänger.

Es war spannend sich mal komplett auf einen Esel einzulassen. Genauso wie die anderen Teilnehmer dabei zu beobachten, wie sie mit ihren Tieren umgingen. Zwischendurch bekamen wir immer wieder Tipps vom Guide und nach zwei Stunden waren wir wieder zurück am Restaurant. Wir banden die Esel an, versammelten uns wieder in der Gruppe und da war er – mein Eselführerschein.

Mein Fazit: „Störrischer Esel“, das stimmt überhaupt nicht – eher einfühlsam, verschmust und total direkt in der Kommunikation. Ich hab viel gelernt und mich erholter gefühlt als nach jedem Yoga-Kurs.

Weitere Infos unter: https://www.donkey-event.com/

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